Dr. Lars Becker ist promovierter Soziologe und Nachhaltigkeitswissenschaftler mit 12 Jahren Forschungs- und Beratungserfahrung an der Schnittstelle von gesellschaftlichem Wandel, Bürgerbeteiligung und ökologischer Transformation. Er hat an der Freien Universität Berlin zu sozialen Bewegungen geforscht, arbeitet als Senior Researcher bei einem Think Tank für sozial-ökologische Transformation und berät NGOs sowie Kommunen bei der Entwicklung partizipativer Nachhaltigkeitsprojekte.
Lars Becker studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und promovierte 2014 an der Freien Universität Berlin mit einer Dissertation über die Erfolgsfaktoren und Scheiterursachen lokaler Bürgerinitiativen in Deutschland. Seine Forschung basierte auf dreijährigen teilnehmenden Beobachtungen in über 30 Initiativen – von urbanen Gemeinschaftsgärten bis zu ländlichen Anti-Kohle-Bewegungen. Dabei interessierte ihn vor allem die Kluft zwischen Intention und Wirkung: Warum scheitern 75% der gut gemeinten Projekte nach wenigen Monaten? Welche Strukturen unterscheiden nachhaltig wirksame Initiativen von symbolischem Aktionismus? Nach der Promotion arbeitete Lars als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, wo er Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit analysierte. Seit 2019 ist er Senior Researcher bei einem Berliner Think Tank, der sich auf sozial-ökologische Transformation spezialisiert hat, und berät parallel Kommunen, Umweltverbände und Bürgerinitiativen bei der Konzeption und Umsetzung wirksamer Nachhaltigkeitsprojekte. Lars ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) und publiziert regelmäßig in Fachzeitschriften zu Themen wie „Civic Engagement", „Community Organizing" und „Klimapsychologie". In seinen praxisorientierten Artikeln verbindet er soziologische Analysen gesellschaftlicher Trends (Minimalismus, Diversität, Aktivismus) mit konkreten Handlungsstrategien für Bürger, die nicht nur konsumieren, sondern aktiv gestalten wollen. Er thematisiert auch ökologische Verantwortung – von Zero Waste über Solarenergie bis Artenvielfalt – immer mit Fokus auf realistische Umsetzbarkeit statt idealistischer Überforderung. Sein Credo: „Gesellschaftliche Veränderung entsteht nicht durch perfekte Einzelne, sondern durch viele Unvollkommene, die strategisch handeln und durchhalten."